Vierte Station

Jesus begegnet seiner Mutter

Vierte Station : Jesus begegnet seiner Mutter

Simeon sagte zu Maria: „Dieser ist dazu bestimmt, dass in Israel viele durch ihn zu Fall kommen und viele aufgerichtet werden, und er wird ein Zeichen sein, dem widersprochen wird. Dadurch sollen die Gedanken vieler Menschen offenbar werden. Dir selbst aber wird ein Schwert durch die Seele dringen.“ (Luk 2, 34-35)
Seine Mutter bewahrte alles, was geschehen war, in ihrem Herzen. (Luk 2, 51)
Ihr alle, die ihr des Weges zieht, schaut doch und seht, ob ein Schmerz ist wie mein Schmerz, den man mir angetan. (Lm 1, 12)

MEDITATION

Mutter, o meine Mutter. Welch Freude, dass du hier bist! Ich weiß wohl, dass der Anblick meines Blutes dir die Seele durchdringt. Für dich, bin ich da. Der Vater hat meine Pein gesehen, als er deine unbefleckte Seele geformt hat. Welche Freude, dass du seit jeher rein und unbefleckt bist! Welche Freude ist es, dass heute jemand auf der Erde ist, der mit mir ist, der mit mir dem Vater gefällt. Welche Freude, dass heute jemand mit mir ist, der nie dem Vater ungehorsam gewesen ist, der ihn nie verleugnet und verlassen hat. O Mutter, meine Mutter Maria. Mein Herz hat dich nie verlassen, aber jetzt, wenn ich in den Tod gehe, fließt alles in mir zu dir zurück. Danke, dass du da bist, in dieser Stunde, in der die innersten Gedanken eines jeden offenbar werden, in dieser Stunde, in der meine Jünger weit entfernt sind. Mutter, meine Stunde ist gekommen, es ist auch deine. Ich erlöse ein riesiges Volk. Du bist dessen Königin, du, die du es mit mir empfängst. Mutter! Wache mit mir. Die Geliebten des Vaters haben keinen Wein mehr, ich gebe ihnen dieses Leben, das von dir kommt. Wie du es mir beigebracht hast, als ich klein war, ich gehorche, ich gehorche dem Vater, allem, was er mir gesagt hat.

Wir können nicht vergessen, dass Jesus vom Kreuz herab seine Mutter und Johannes, den Jünger, den er liebte, sah. Er vertraute den Jünger seiner Mutter an: „Frau, siehe, dein Sohn!“ Danach vertraute er Maria dem Jünger an : „Siehe, deine Mutter!“ (Jo 19, 26). Durch diesen einen Mann, den Jünger, den Jesus liebte, machte Er Maria zur Mutter für jeden Menschen, er vertraute ihr alle Menschen an. Den Worten des Vermächtnisses Jesu Christi gehorsam, vertrauen wir uns Maria an wie unserer Mutter.

GEBET

O, Mutter,
dein Leid ist so groß wie das Meer.
Gib, dass wir es erkennen.
Dein reines Herz ist das einzige,
das wirklich die Pein deines Sohnes verstehen kann.
Halte uns zurück auf dem Weg des Bösen und gib,
dass wir mit dir in das Herz Jesu eingehen.

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